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Mit den Augen tanzen

„Mit den Augen tanzen“

Film von Björn Thönicke und Roman Zenz

Das Porträt zeigt den beeindruckenden – und über weite Strecken erfolgreichen – Kampf von Angela Jansen um ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben. Diese lebt den Albtraum vieler, im eigenen Kopf und Körper gefangen zu sein. Angela Jansen kann nur noch die Augenlider bewegen – sonst nichts. Sie erkrankte 1995 im Alter von 40 Jahren an ALS, die schon bald zur völligen Lähmung führte. Heute wird Angela künstlich beatmet, sie kann nicht sprechen und wird teilweise über eine Magensonde ernährt. Sonst ist sie Hausfrau und Mutter von zwei Kindern – und sie hat vor, ein Buch zu schreiben. Wäre sie gesund, würde man sagen, sie sei sehr aktiv und vielseitig. Mit Hilfe eines Computers, den sie mit den Bewegungen ihrer Augen steuern kann, hält sie Kontakt zur Außenwelt. Er ist die einzige Hilfe, ihren Alltag zu bewältigen. Als Alleinerziehende hat sie gelernt, für sich und die Interessen ihrer Kinder zu kämpfen. Mit ihrem sehr eigenen Humor überrascht sie nicht nur ihre Familie und Pfleger immer wieder mit ungewöhnlichen Zielen – zum Beispiel mit ihrem Auftritt als Laiendarstellerin in dem Theaterstück „Kunst und Gemüse“ von Christoph Schlingensief an der Berliner Volksbühne. Sie steuert über ihren Computer Videoprojektionen und beteiligt sich so an dem Geschehen auf der Bühne. Als die Volksbühne ein Gastspiel in Paris plant, setzt sie alles daran, das Ensemble zu begleiten. Doch es gibt immer neue Hindernisse. Ein Mensch mit ALS, der künstlich beatmet auf Reisen gehen will, scheint die Reiseveranstalter zu überfordern. Trotzdem findet Angela eine Möglichkeit, nach Paris zu kommen. Statt eines zweistündigen Fluges unternimmt sie mit vier Begleitern eine zwölfstündige Zugfahrt. Es beginnt eine Reise mit vielen Unwägbarkeiten, an deren Ende der lang ersehnte Auftritt am Pariser Theater steht.

DVD zum Filmbeitrag:
mail@thoenicke.de