Betroffene über sich

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Michael Harloff († 2014)

Geboren wurde ich am 13.06.1955 in Schwerin. Ich bin seit August 1983 mit meiner lieben Ehefrau Margitta verheiratet. Wir haben zwei erwachsene, selbstständige Kinder, Tanja (28) und Sebastian (25). 1962 wurde ich eingeschult. Auf Grund meines sportlichen Talents wurde ich 1970 zur Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Schwerin delegiert. Ein Jahr später wurde ich Deutscher Meister über 1500m. Mein Abitur legte ich dann 1975 an der KJS ab. Im Oktober 1975 begann ich mein Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport (DHfK) in Leipzig. 1981 ging ich dann zurück nach Schwerin, trainierte Kinder und Jugendliche und machte nebenbei noch einen Abschluss zum Industriekaufmann. Bis zur Wende war ich beruflich im Sport tätig. Danach hatte ich einen eigenen Kurier- und Taxibetrieb.

Im Oktober 2004 bekam ich dann nachts öfters Krämpfe in der rechten Wade und unter den Fußsohlen, zudem bemerkte ich ein ständiges Muskelzucken der linken Schulter und des linken Armes. Ärztliche Besuche (Hausarzt, Neurologin, Ultraschall, EMG) brachten keine Ergebnisse. In den folgenden Monaten nahm das Muskelzucken in den Armen und Beinen immer mehr zu. Im Januar 2006 hatte ich die ersten Schwierigkeiten beim Taxi fahren beim Ausschreiben von Quittungen. Auch in meinem rechten Unterschenkel hatte ich ein komisches Gefühl und der Fuß blieb bei Unebenheiten hängen. Im Juni überwies mich dann meine Hausärztin zur Neurologie ins Klinikum Schwerin. Ich musste gleich da bleiben. Die Ärztin hatte sofort einen Verdacht und es wurden sämtliche Untersuchungen angeordnet und durchgeführt. Nach einer Woche kam die Bestätigung – ALS!

In den nächsten Tagen wurde ich immer wieder vom Ärzteteam aufgeklärt und informiert über die Krankheit und deren Verlauf! Im November war ich noch einmal für 8 Tage zur Nachkontrolle im Klinikum. Es wurden weitere Untersuchungen gemacht, um andere Krankheitsherde auszuschließen. Die endgültige Diagnose: ALS!!!

So, nun noch ein Dankeschön an Sandra für das Angebot der Vorstellung und ein Gruß an alle Betroffenen!